tjg. theater junge generation, Dresden

Lernerfahrungen

Für die Mobilisierung neuen Publikums, das bislang noch nicht zur üblichen Publikumsstruktur des tjg. zählt, wurden mehrmals kostenlose Vorstellungseinladungen organisiert. Gezielt wurden Familien aus den migrantischen Communitys angesprochen. Daraus konnten wir zwei wichtige Erkenntnisse ziehen. Zum einen hat es sich herauskristallisiert, dass die Zugangsbarrieren nicht unbedingt finanzieller, sondern eher habitueller Natur sein können. Zum anderen sprengt die Ansprache neuer Zielgruppe die üblichen Kommunikations- und Marketingstrukturen. Meistens ist ein persönlicher Kontakt durch eine Ansprechperson nötig. Für das erwünschte Zielpublikum ist es daher wichtig, sich mit dem Haus zu identifizieren, um Unwissen und Distanz aus dem Weg zu räumen.

Sprachbarrieren sind bei der jungen Generation kaum zu spüren, stellen aber für die Eltern häufig eine Herausforderung dar. Dafür wurden Audio- und Textformate ausprobiert, die den Inhalt der Inszenierung in der jeweiligen Sprache erklären.

Worin sind wir besonders gut geworden?

Gut gelungen sind die kultursensiblen Kommunikationsarten, die wir beachtet haben. Dies betrifft u. a. das verwendete Medium, die persönliche Ansprache und Flexibilität bzw. Kurzfristigkeit.

Ebenso ist die Ausstrahlung des Themas Diversität in die kommunale Kulturpolitik deutlicher geworden. Durch ein Leitprojekt zur Förderung der Diversität in der Arbeit und Struktur der Stadtverwaltung Dresdens sollen die bisherigen Erfahrungen in die anderen Kultureinrichtungen der Stadt übertragen werden.

Kontakt

Dr. Maher Farkouh (Manager für Diversitätsprojekte), maher.farkouh@tjg-dresden.de