Tagungsprogramm

Donnerstag, 25. November 2021

Gesamtmoderation: Handan Kaymak, Prozessbegleiterin und Beraterin in der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung, Mediatorin, Zürich

Prasanna Oommen, Moderatorin, Autorin, Kommunikationsberaterin, Köln

Musikalischer Beitrag von Linda-Philomène Tsoungui: some call it shiver, some call it rage

Das Tagungsprogramm umfasst sowohl Programmpunkte, die im Livestream öffentlich gezeigt werden, als auch Workshops, für die eine Voranmeldung notwendig ist. Die Teilnahmezahl zu den Workshops ist begrenzt.

Änderungen vorbehalten.

gelb = im öffentlichen Livestream
grün = nur nach vorheriger Anmeldung

Wissenstransfer:
Strategien und Reflexionen aus dem 360°-Programm und aus dem Ausland

10:00
-
10:10

Begrüßung

Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes

im Livestream

Eröffnung der Tagung

10:10
-
10:20

Einführung in das Tagungsprogramm

im Livestream

Was erwartet Sie in den kommenden zwei Tagen? Die Moderatorinnen geben einen Überblick.

10:20
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11:00

Eine evaluatorische Halbzeitbilanz. Zwischen Neustart und Nachhaltigkeit. 

im Livestream

Zwischenergebnisse aus dem Evaluationsprozess des 360°-Programms von Syspons mit anschließender Chatdiskussion

Jenny Baron, Lead Consultant bei Syspons
Christoph Emminghaus, Geschäftsführer bei Syspons
Hanna Tesfay, Lead Consultant bei Syspons

11:00
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11:15

Pause und Bürogymnastik

im Livestream

Kontaktaufnahme. Zurück in den Körper.

Mit Heiko Kalmbach, Künstler, Lehrender, Expressive Arts in Transition Trainer

11:15 - 12:00 LIGHTNING TALKS

Es finden sechs Kurzpräsentationen von Strategien aus dem Programm 360° statt. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, bei den Q & A Ihre Fragen zu den einzelnen Präsentationen zu stellen.

ca. 11:20
-
ca. 11:25

Wie kann das Museum für alle da sein? – Datenerhebung an Hamburger Museen

im Livestream

 

 

Museen sind öffentliche Einrichtungen, genutzt werden sie allerdings nur von einem kleinen und privilegierten Personenkreis – so zumindest die oftmals geäußerte Kritik. Welche Daten haben wir dazu? Wer ist da und wer fehlt – vor allem, wenn es um Benachteiligungen aufgrund von rassistischer Zuschreibung und/oder ethnischer Herkunft geht? Wenn sich etwas verändern soll, liegt eine der großen Herausforderungen in der Erhebung dieser Daten. Deswegen haben wir uns als Verbund aus sechs Hamburger Museen zur Durchführung einer Besucher*innenforschung entschieden. Einen Einblick in den Prozess und erste Ergebnisse liefert der Lightning Talk.

Anja Dauschek, Direktorin des Altonaer Museums, Hamburg
Suy Lan Hopmann, Referentin für die Dekolonisierung Hamburgs
Nora Wegner, Geschäftsführerin bei Kulturevaluation Wegner, Karlsruhe

ca. 11:25
-
ca. 11:30

Transkulturelles Musikensemble Colourage an der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

im Livestream

 

 

Das Ensemble Colourage, eine Kooperation mit der Orientalischen Musikakademie Mannheim und der Popakademie Baden-Württemberg, agiert basisdemokratisch und ohne künstlerische Leitung. Die Kompositionen werden aus der Praxis und dem Diskurs heraus von den Musizierenden gemeinsam entwickelt.
Ziel des Projektes ist es, lokale Musiker*innen-Netzwerke zu etablieren, in einen längerfristigen Austausch zu kommen und musikalische Co-Creation zu fördern. Dabei stellt sich die Frage: Wie begegnen die Ensemblemitglieder sich kompositorisch und performativ in einem transkulturell-hybriden Raum zwischen europäischer Kunstmusik und Maqam-basierten Musiktraditionen auf Augenhöhe?

André Uelner, 360°-Agent an der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Ludwigshafen

ca. 11:30
-
ca. 11:35

Auf dem Weg zum co-kreativen Museum: Zusammenarbeit in der Community Werkstatt

im Livestream

 

 

Eine der größten Herausforderungen der Diversitätssteigerung innerhalb einer Organisation ist die Tatsache, dass althergebrachte Arbeitsweisen hinterfragt und neue Strukturen entwickelt werden. Aber wie und mit welchen Instrumenten ist das möglich? Im Deutschen Hygiene-Museum haben wir mit der Community Werkstatt ein Arbeitsinstrument auf Abteilungsebene geschaffen, bei dem zweimal jährlich Vertreter*innen lokaler Communitys und des Deutschen Hygiene-Museums zusammenkommen. Hier werden direkte Zusammenarbeitsmöglichkeiten und Vorschläge diskutiert und konzipiert.

Cornelia Reichel & Moutaz Zafer, 360°-Agent*innen am Deutschen Hygiene-Museum Dresden
Anja Sommer, Leiterin der Stabsstelle Kooperationen am Deutschen Hygiene-Museum Dresden

ca. 11:35
-
ca. 11:40

Selbstverständlich vielfältig. Aus einem internen Diversity-Schulungsprozess entsteht eine Aktionsreihe zur Diversität in Kinderbüchern

im Livestream

 

 

Durch die Förderung im Programm 360° konnte sich das Personal der Stadtbibliothek Köln in mehreren Schulungen intensiv mit Diversität im Allgemeinen und deren Umsetzung in der eigenen Institution auseinandersetzen. Dabei stellte sich das Thema Diversität in Kinderbüchern als wichtiges Handlungsfeld heraus, weil Kinder schon früh lernen, was vermeintlich gesellschaftskonform ist und wo sie sich als Einzelne im gesellschaftlichen Gefüge verorten oder verortet werden. Nach einer internen Schulung wurden verschiedene Formate zu diesem Thema entwickelt, unter anderem ein Video und eine Aktionsreihe. Der Lightning Talk zeigt die Entwicklung von den Fortbildungen zu den öffentlichen Angeboten.

Waltraud Reeder-Dertnig, Projektkoordinatorin an der Stadtbibliothek Köln

ca. 11:40
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ca. 11:45

Diversity-Arbeitsgruppen: Bildung, Management und Umsetzung des Veränderungsprozesses

im Livestream

 

 

Seit 2019 haben wir ein Diversity-Meeting für das ganze Haus etabliert. Daraus sind fünf Arbeitsgruppen (Antidiskriminierung, Personal, LGBTIQ+, Sprache und Inklusion) entstanden.
Wie halten wir diese Arbeitsgruppen am Leben? Wie gewinnen wir neue Teilnehmer*innen? Wie lösen wir Konflikte, die innerhalb dieser Gruppen entstanden sind? Wie stellen wir sicher, dass Entscheidungen vom Management getroffen werden? Und was haben wir bis jetzt geschafft?

Rabih El-Khoury, 360°-Agent am DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main

ca. 11:45
-
ca. 11:50

It’s all about belonging! Die Herausforderungen der Personaldiversifizierung am Theater

im Livestream

 

 

Viele Theater wünschen sich mehr Vielfalt im Personal. Dennoch lässt der Bewerber*innen-Rücklauf aus den bislang unterrepräsentierten Gruppen oftmals zu wünschen übrig. Dies hängt u. a. mit einem verkürzten Verständnis von Diversifizierungsprozessen im Personalbereich zusammen. Im Talk wird das Diversitätsmodell „DEIB: Diversity-Equity-Inclusion-Belonging“ vorgestellt, das eine mehrdimensionale Betrachtung von Personalfindungs- und -entwicklungsprozessen empfiehlt. Wie können wir mit dem DEIB-Modell im Theaterkontext praktisch arbeiten, z. B. durch proaktives Recruitment, durch ein „Early Onboarding“ und weitere flankierende Angebote?

Leyla Ercan, 360°-Agentin am Niedersächsischen Staatstheater Hannover

12:00
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12:30

Q & A zu den Präsentationen der Lightning Talks

Breakout Rooms

Im Anschluss an die Lightning Talks haben Sie die Möglichkeit, an einer Q & A-Runde Ihrer Wahl teilzunehmen.

12:30
-
13:30

Mittagspause und Bürogymnastik

im Livestream

Kontaktaufnahme. Zurück in den Körper.

Mit Heiko Kalmbach, Künstler, Lehrender, Expressive Arts in Transition Trainer

WORKSHOPS (in Breakout Rooms) und INTERNATIONALE PERSPEKTIVEN (im Livestream) | parallel

WORKSHOPS

Es finden sieben parallele Workshops statt. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Die Anmeldung zum Workshop ist nur möglich nach der Registrierung zur Tagung. Falls Sie sich noch nicht registriert haben, können Sie das hier tun. Wenn Sie bereits zur Tagung registriert sind, finden Sie den Link zur Workshopanmeldung in Ihrer E-Mail mit der Registrierungsbestätigung.

13:30
-
15:00

Antirassistische Haltung als Praxis: Kulturarbeit in Museen

Breakout Rooms

2020 und 2021 wurden deutschlandweit mehrere Ausstellungen zum Thema Rassismus und Kolonialismus eröffnet, darunter einige dezidiert rassismuskritische Ausstellungen, die von 360°-Agent*innen koordiniert und begleitet wurden. In diesem Workshop werden verschiedene Formen der anti-rassistischen Kulturarbeit in Museen vorgestellt und diskutiert. Dabei geht es, ausgehend von einer machtkritischen Haltung, um partizipative/kollaborative Prozesse und darum, wie wir diese in den jeweiligen Ausstellungsprojekten umgesetzt haben. Welche Konflikte und Hürden gab es und welche Schlüsse lassen sich daraus für eine diversitätsorientierte Museumspraxis ziehen? Darüber hinaus sollen Fragen einer emanzipatorischen und rassismuskritischen Vermittlungsarbeit innerhalb von weißen Institutionen diskutiert werden.

Carla de Andrade Hurst und Aurora Rodonò, 360°-Agentinnen am Rautenstrauch-Joest-Museum Köln
Puneh Henning und Ismahan Wayah, 360°- Agentinnen am Historischen Museum Frankfurt
Suy Lan Hopmann, Referentin für die Dekolonisierung Hamburgs

13:30
-
15:00

Kunst darf alles … diverser machen! – Impulse für diskriminierungssensible Produktionsprozesse am Theater

Breakout Rooms

Wenn es um Diversität und Anti-Diskriminierung im Kunst- und Kulturbereich geht, steht schnell die Frage im Raum: Wie steht es um die Kunstfreiheit? Zugleich wissen wir, dass stereotype Darstellungen, rassistische Bühnensprache und mangelnde Repräsentation Menschen verletzen und ausschließen, die wir gerade im Zuge unserer diversitätsorientierten Öffnungsprozesse erreichen wollen, ebenso wie Menschen, die selbst auf der Bühne stehen. Wenn wir uns als Theater konsequent mit Diversität beschäftigen, müssen wir den Kern unserer Arbeit ins Visier nehmen – die Kunstproduktion für die Bühne. In Probenprozessen gehen Fragen nach diskriminierungssensibler Bühnensprache und Darstellung oftmals unter oder werden zu spät aufgeworfen. Die Beschäftigung mit Diversität auf der Bühne braucht bewusst geschaffenen Raum und Strategien. Wie ermöglichen wir diese Denkräume, die entstehen, wenn wir Diversität als Frage(n) formulieren?

Im Workshop stellen wir erste Impulse vor, wie ein produktiver Umgang mit dieser Frage aussehen kann,  und wollen gemeinsam mit den Teilnehmer*innen weitere Ideen und Ansätze sammeln und entwickeln.

Judith Blumberg, 360°-Agentin am Badischen Staatstheater Karlsruhe
Christian Holtzhauer, Intendant Schauspiel am Nationaltheater Mannheim
Sophie Kara-Ebner, 360°-Agentin am Nationaltheater Mannheim
Mona vom Dahl, Dramaturgin und stellvertretende Leiterin am Jungen Staatstheater, Badisches Staatstheater Karlsruhe

13:30
-
15:00

Dritte Räume: Diskursräume – Demokratieräume?
Möglichkeiten, Voraussetzungen und Grenzen in vermeintlich freien Räumen

Breakout Rooms

Im rasanten Wandel der Zeit entwickeln sich Fragestellungen und Probleme durch eine sich ändernde Zivilgesellschaft. Es entsteht der Wunsch nach Räumen, die sich diesen Parametern flexibler anpassen können, im Gegensatz zu den sich meist langsam bewegenden Kulturinstitutionen. Doch wie schafft man trotz der damit verbundenen Beschränkungen die Möglichkeit zur partizipativen Teilhabe? Als Einstieg soll der 2019 geschaffene Chemnitz Open Space dienen. Dieser wurde als freier Kulturraum unter Federführung der Kunstsammlungen Chemnitz und in Kooperation mit verschiedenen Kulturinstitutionen, u. a. dem 360°-Projekt „Change the smac“, sowie zivilgesellschaftlichen Vereinen realisiert. Er sollte als öffentlich zugänglicher Diskurs- und Ermöglichungsraum für die Stadtgesellschaft dienen.

Im Workshop werden in einem offenen Diskurs die differenten praktischen und theoretischen Erfahrungen ausgetauscht. Gemeinsam wollen wir diskutieren über: Planungszeit, Finanzierungsmöglichkeiten, Personalfragen, Probleme, Möglichkeiten bzw. Chancen und Grenzen solcher Räume.

Ziel des Workshops ist es, aus den gemeinsam erarbeiteten Punkten eine Art Leitfaden zu erstellen, der für die praktische Arbeit der Teilnehmenden verwendet werden kann.

Attila Bihari, 360°-Agent am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac)
Annika Lorenz, ehem. Projektleiterin des Chemnitz Open Space

13:30
-
15:00

Diversitätsorientierte Organisationsentwicklung als Ausgangspunkt transformatorischer Prozesse an Kulturinstitutionen – ein Praxisbeispiel

Breakout Rooms

Im März 2021 hat ein Ensemblemitglied des Düsseldorfer Schauspielhauses Rassismusvorwürfe gegen das D’haus erhoben. Die Debatte, die mit dem Diskurs über diese Erfahrungen begann, weitete sich sehr schnell auf Diskriminierungsthemen im Allgemeinen aus und führte unter dem Stichwort „Machtmissbrauch“ in eine Strukturdebatte sowohl um das Düsseldorfer Schauspielhaus  als auch um das Stadttheater insgesamt. Die rassistischen Vorfälle wirkten wie ein Katalysator für den 2019 mit dem Programm 360° begonnenen Prozess der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung. Der Prozess wurde beschleunigt und intensiviert, zugleich gab es Versuche, ihn zu nutzen, um andere am Haus existierende Interessen ins Gespräch zu bringen und/oder durchzusetzen. Im Rahmen dieses Workshops soll analysiert werden, wie die Strukturen eines Stadttheaterbetriebs transformatorische Prozesse befördern oder behindern können.

Guy Dermosessian, 360°-Agent am Düsseldorfer Schauspielhaus
Claudia Schmitz, Kaufmännische Geschäftsführerin am Düsseldorfer Schauspielhaus

13:30
-
15:00

Community Outreach und partizipative Programmgestaltung

Breakout Rooms

Der Workshop muss leider krankheitsbedingt entfallen. Stattdessen findet eine Austauschrunde zum Thema mit der Moderatorin Anna Chrusciel  statt.

Die Kulturinstitutionen sind aufgefordert, neue Besuchergruppen zu erreichen, auf Augenhöhe anzusprechen und zu diesem Zweck ihr Programmangebot um bislang unterrepräsentierte Themen zu erweitern. Dies erfordert innovative dialogische und partizipative Formate und einen Perspektivenwechsel. Hier kommt – nicht nur als Marketing-Instrument, sondern auch als Instrument zur Organisationsentwicklung – Community Outreach ins Spiel, um sich mit dem sozialen Umfeld zu vernetzen und das Community-Engagement, Teilnahme (Inklusion) und Teilhabe (Partizipation) zu ermöglichen.
Community Outreach stützt sich in erster Linie auf das Herstellen und das Erhalten von Vertrauen, um Menschen aktiv in die Programmgestaltung involvieren zu können. Hierbei ist ein ständiger Kontakt mit den Communitys und eine Kontinuität im Angebot von großer Bedeutung, um eine erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit zu gewährleisten.
In diesem Workshop werden folgende Themen behandelt:

  • Methoden zur Kontaktaufnahme mit den Communitys
  • Strategien zur Gewinnung des Vertrauens
  • Kommunikationskanäle für Community Building
  • Maßnahmen der partizipativen Programmgestaltung
  • Herausforderung, sich auf die Wünsche, Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe einzustellen
  • Nachhaltige Community-Arbeit

Mahmut Eryilmaz, Berater und Coach bei sculpture GmbH – Institut für Qualifizierung, Kassel
Aymen Hamdouni, 360°-Agent bei der Museumslandschaft Hessen Kassel

13:30
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15:00

Strukturelle Veränderungen durch Personalpolitik: Strategien zum Aufbau eines diversen Personalstamms

Breakout Rooms

Die Erfahrungen im 360°-Programm zeigen: Immer wieder fallen Institutionen mit ihren Diversitätsvorhaben in Muster zurück, die sie zu überwinden suchen.
Der Grund dafür sind oftmals fehlende zukunftsfähige Personalstrategien. Denn organisationale Diversitätsprozesse erfordern eine nachhaltige, wirksame Personalpolitik und Strategien, die auf die spezifische Einrichtung zugeschnitten sind. Schablonenlösungen, entlehnt aus dem Wirtschaftsbereich, funktionieren in Kulturinstitutionen nur eingeschränkt. D. h. öffnungsbereite Kulturbetriebe müssen ihre Strategien in intensiver und kritischer Auseinandersetzung mit den Barrieren, Strukturen und Haltungen im Hause selbst erarbeiten.
Doch wie kann ein nachhaltiger diversitätsorientierter Wandel im Personalmanagement entwickelt werden? Nach einem Input werden in Gruppen personalstrategische Ansätze und Instrumente erarbeitet, mit Fokus auf folgende Handlungsfelder:

  • gezieltes Recruitment, Pre-Onboarding
  • Entwicklung von Diversitätskompetenzen/einer diversitätsgerechten Arbeitskultur
  • Erarbeitung eines diversitätsorientierten Anforderungsprofils für spezifische Berufsgruppen
  • Formulierung von diversitätsorientierten und -gerechten Stellenausschreibungen
  • Entwicklung eines diversitätsgerechten Auswahlverfahrens mit Gesprächsleitfaden

Idil Efe, 360°-Agentin am Stadtmuseum Berlin
Leyla Ercan, 360°-Agentin am Niedersächsischen Staatstheater Hannover

13:30
-
15:00

Anchoring Inreach: In der Organisation strukturelle Anknüpfungspunkte für die Öffnung finden

Breakout Rooms

Der Workshop bietet die Gelegenheit, (noch einmal) analytisch auf die eigene Organisation zu schauen: Wie kann ich pragmatische Ansatzpunkte finden, um interne Strukturen nachhaltig anzugehen? Wie positioniere ich mein Anliegen als relevant nach innen und schaffe Motivation auf den unterschiedlichen Ebenen? Wie können wir mit Organisationskultur und -klima arbeiten und sie für die Öffnung nutzen? Und vor allem: Wie kann ich Kommunikationsstrukturen nutzen?

Wir werden im Workshop gemeinsam über grundlegende Handlungsfelder und Herausforderungen sprechen, aber in kleinen Arbeitsgruppen auch an konkreten Beispielen und Fragen arbeiten, um dann Ideen auszutauschen und Inspiration für den jeweils eigenen Prozess mitnehmen zu können. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, sich vorab zu folgenden Punkten ein paar Gedanken zu machen: Welchen Bereich der Organisation erreiche ich noch gar nicht? Wo gibt es einen Kontakt, aber die „Message“ kommt nicht an? Wo habe ich das Gefühl, dass ich und/oder die 360°-Förderung nicht so gut verankert sind? Von wo bekomme ich Feedback in welcher Form?

Hendrikje Brüning, 360°-Agentin am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

INTERNATIONALE PERSPEKTIVEN

Die Internationalen Perspektiven finden auf Englisch statt und werden ins Deutsche gedolmetscht. Beide Teile bestehen jeweils aus zwei Impulsen mit anschließendem gemeinsamem Austausch. Die Internationalen Perspektiven werden im Nachgang auf der Webseite der Kulturstiftung des Bundes abrufbar sein.

 

13:30
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14:15

Leadership und Transformationsprozesse

im Livestream

Kultur braucht bedeutende Führungspersönlichkeiten

Eine Gesellschaft braucht bedeutende Kultur und bedeutende Kultur braucht bedeutende Führungspersönlichkeiten. Aber was heißt „bedeutend“ im Kontext der diversen Communitys, die in den gegenwärtigen Kulturen präsent sind?

Diese Frage steht (oder sollte stehen) weit oben auf der Agenda für alle Leitungsverantwortlichen. Wir wissen, dass die Systeme, die wir aufgebaut haben, für neue Communitys nicht von Vorteil sind und der Versuch, mehr Diversität in Kulturinstitutionen zu bringen, herausfordernd und komplex ist. Wie erreichen wir dabei positive Resultate?

Hilary Carty, Leiterin des Clore Leadership Instituts, London

Kultureinrichtungen als Orte sozialer Debatten

Europäische Museen sehen sich seit einiger Zeit mit neuen Fragen konfrontiert: Fragen zu den kolonialen Ursprüngen ihrer Sammlungen und zur Restitution gestohlener Gegenstände; Fragen bezüglich der Repräsentation von Nicht-Europäer*innen in der Kunst, z. B. Sklav*innen, kolonial Unterworfene; Fragen zum Mangel an Diversität unter den Kurator*innen und oft auch innerhalb des Publikums. Wie können Museen auf diese Fragen antworten? Pap Ndiaye macht in seinem Vortrag Vorschläge hierzu.

Pap Ndiaye, Leiter des Museums der Migrationsgeschichte, Paris, und Co-Autor des Berichtes zur Diversität für die Pariser Oper, Frankreich

14:15
-
15:00

Nachwuchsförderung

im Livestream

Kulturinstitutionen als Spiegel: Förderung von Talenten aus den Communitys

Im US-amerikanischen Kultursektor wird allerorten über Diversität, Gerechtigkeit und den Abbau von Barrieren gesprochen. Dabei rückt die Frage in den Fokus, wie die Kultureinrichtungen die Teilhabe von allen Teilen der Gesellschaft befördern oder behindern – sei es im Publikum oder im Personal. Die nachhaltige Verstetigung von Diversität in den Einrichtungen muss einhergehen mit nachhaltiger Nachwuchsförderung. Betty Avila benennt in ihrem Input notwendige Voraussetzungen, um Talente aus den nicht ausreichend repräsentierten Communitys nicht nur punktuell in die Institutionen zu bringen, sondern langfristig als Zuschauer*innen und Mitarbeiter*innen zu halten.

Betty Avila, Geschäftsführende Direktorin bei Self Help Graphics & Art, Los Angeles

 

Das Problem der institutionellen Normativität oder warum Diversität an Kunsthochschulen eine Herausforderung ist

Wie beeinträchtigt die vorherrschende institutionelle Normativität die Einlösung von Diversität im breiten Feld der Kunsthochschulen? Und welche Rolle können Kunsthochschulen (trotzdem) für mehr Diversität, Chancengleichheit und Gerechtigkeit spielen? Ausgehend vom Forschungsprojekt Art.School.Differences untersucht der Workshop die strukturell verankerte Widersprüchlichkeit zwischen Öffnungsverweigerung und Handlungsspielraum innerhalb der Institutionen.

Sophie Vögele, Koordinatorin des Forschungsbereichs Art Education an der Zürcher Hochschule der Künste

15:00
-
15:20

Pause und Bürogymnastik

im Livestream

Kontaktaufnahme. Zurück in den Körper.

Mit Heiko Kalmbach, Künstler, Lehrender, Expressive Arts in Transition Trainer

15:20
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16:00

Rückschau und Vorschau

im Livestream

Die Tagungsbeobachter*innen schildern ihre bisherigen Eindrücke der Tagung und geben Impulse für den zweiten Tag.

Bassam Ghazi, Leiter des Stadt:Kollektiv am Düsseldorfer Schauspielhaus
Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt am Main
Amel Ouaissa, Wissenschaftliche Referentin für Internationales und Diversität in der Stabsstelle Strategie, Koordination und Internationales der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
Anja Schütze, Bildungsreferentin für freiwilliges Engagement bei der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) und Trainerin für Diversität und Anti-Diskriminierung, Berlin

16:00
-
18:00

Räume der Ungeduld
Möglichkeiten zum digitalen Netzwerken und Austausch

Networking room

Treffen, Austauschen, Weiterdiskutieren. In den Räumen der Ungeduld haben die Tagungsteilnehmer*innen die Möglichkeit, mit den Beteiligten und miteinander ins Gespräch zu kommen.