Museumslandschaft Hessen Kassel

Lernerfahrungen

  • Netzwerkarbeit: Vertrauen ist die Grundlage einer nachhaltigen Beziehung zu den Besucher*innen. Nur wenn ein Museum Vertrauen vermittelt, engagieren sich Menschen. Ein Schlüssel hierfür ist eine offene und reflexive Angebotsstruktur und eine geeignete Kommunikation. Die Gewinnung diverser Ansprechpartner*innen (Insider), die großes Vertrauen bei den Communitys genießen, war unser erster Schritt zu einer erfolgreichen Kontaktaufnahme und zur Gewinnung bisher unterrepräsentierter Zielgruppen und „Noch-Nicht-Besucher*innen“. Ein kontinuierlicher Austausch und ein ständiger Kontakt mit den Communitys hat der MHK ermöglicht, die Schwellen, die von einem Museumsbesuch abhalten, abzubauen und eine aktivere Teilhabe verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zu erreichen.
  • Partizipative Programmgestaltung: Die Erwartungen der museumsfernen Besucher*innen fordern dialogische, partizipative und reflexive Formate. Aus diesem Grund hat die MHK den Fokus auf verschiedene Modelle und Stufen der Partizipation gelegt, um neue Besuchergruppen zu erreichen und sich gegenüber ihren Bedürfnissen zu öffnen. Unsere Stärke lag in unserer schrittweisen Einbeziehung zur Mitwirkung, die uns half, ein gutes Vertrauensverhältnis mit Kasseler Akteur*innen herzustellen und eine aktive Mitgestaltung „von draußen“ einzuholen. Diese Strategie bot Menschen die Möglichkeit, eigene Ideen, Vorschläge und Objekte einzubringen sowie ihre Interessen zu teilen, und half uns, das Verhältnis mit nicht museumsaffinem Publikum grundlegend zu verbessern.

Worin sind wir besonders gut geworden?

  • Eine unserer Kommunikationsstärken ist die Mehrsprachigkeit, die wir in unseren Angeboten, Broschüren, Führungen und Ausstellungen verstärkt haben, sodass diverse Gruppen und Personen mit oder ohne Deutschkenntnisse viel entdecken können. Sie stellt ein Bindeglied zwischen uns und den Besucher*innen dar.
  • Durch inklusive Methoden der Kommunikation und Vermittlung sowie Mitmachaktionen bot die MHK Menschen mit Migrationskompetenzen, die Gelegenheit, an verschiedenen Programmen sowie Aktivitäten mitzuwirken. Hinter dieser Strategie steht das Ziel, einige kulturelle, religiöse und sprachliche Barrieren zu beseitigen und zu einer gesellschaftlichen Akzeptanz beizutragen.
  • Mehrere Zusammenarbeiten wurden mit verschiedenen Akteur*innen der Migrationsorganisationen geschlossen und es wurde der Grundstein für einen konstanten Austausch gelegt.
  • Die Beteiligung des Diversitätsagenten an Vorstellungsgesprächen und Personalrekrutierung hat das Diversitätsbedürfnis innerhalb und außerhalb der MHK sichtbarer gemacht.

 

Kontakt

Prof. Dr. Martin Eberle (Direktor), m.eberle@museum-kassel.de

Dr. Martina Lüdicke (Leiterin Sammlung Volkskunde), m.luedicke@museum-kassel.de

Aymen Hamdouni (Diversitäts-Manager), a.hamdouni@museum-kassel.de